Barrierefreie Menünavigation

Ein Ziel beim Bauen eines guten Web-Site Layouts ist es, die Seite möglichst barrierefrei zu erstellen. Um Inhalte erfahrbar zu machen stehen für Menschen mit eingeschränktem/keinem Sehvermögen Programme zur Verfügung, die den Inhalt vorlesen.

Problem
Die Menünavigation steht ganz am Anfang des HTML Textes und wird natürlich als erstes vorgelesen. Bei einer On-Click Navigation á la Investkredit wird daher die gesamte Navigation vorgelesen, bevor auch nur ein Strich des eigentlichen Inhaltes vorkommt.

Lösungsansatz
Die Menüeinträge müssen also grundsätzlich hinter dem eigentlichen Inhalt in der HTML Datei stehen, durch Hilfsmittel allerdings optisch vor der dem Text erscheinen.

Mehrere Wege sehe ich dazu:

a) Die Navigation im HTML wird auf die wenigen Oberpunkte beschränkt. Der Rest wird lediglich durch JavaScript aufgebaut, welches von den Programmen zum Vorlesen nicht interpretiert wird. Diese dazupassenden JavaScript Befehle benutzen den DOM-Tree des HTML-Dokumentes und können im HTML Code an der selben Stelle des bisherigen Menüpunktes stehen. Da JavaScript nicht vorgelesen wird, kann ein exorbitantes Menü vermieden werden. Leider aber auch, dass beim Vorlesen die Möglichkeit der kompletten Menünavigation gegeben ist. Unter Umständen ist die Menge aber ohnedies zu groß für eine solche Navigation im "Vorlese-Modus".

b) Die Menüeinträge werden am Ende des HTML-Codes angefügt und über Style-Angaben positioniert. Auszuprobieren ist, wie das Scroll-Verhalten dabei verändert wird und wie einer Veränderung begegnet werden kann. Eventuell geht es wie folgt: Die Navigation und der eigentliche Inhalt werden mit einem gemeinsamen "parent-DIV" umgeben. Beide werden zu diesem Vater-Objekt absolut positioniert, damit die Inhalte zueinander positioniert werden können.

c) Die Navigation wird am Ende der Seite hingeschrieben und über JavaScript beim Seitenaufbau neu positioniert.

Für weitere Vorschläge oder Lösungsansätze wäre ich dankbar.
bambule - 2. Dezember, 16:31

Prinzipiell stellt jeglicher Einsatz von JavaScript ebenfalls eine mögliche Beeinträchtigung der Accessibility dar. Auch die Reihenfolge des HTML-Codes in der Ausgabe mittels Tricks zu verändern, kann eine Barriere darstellen. Barrieren treten in mannigfaltiger Art und Weise auf und man muss darauf achten nicht durch die Lösung der einen, neue zu schaffen.

Der einfachste Weg wäre der Einsatz von Sprungmarken (Anker) die mittels CSS versteckt werden aber von Textbrowsern und anderen assistiven Technologien interpretiert werden. Jedoch, wie im oben erwähnten Beispiel der Fall, besteht nicht die Möglichkeit sich die 1. Menüebene vorlesen zu lassen und danach die Sprungmarke zum Inhalt zu haben, da die einzelnen Menüebenen ineinander verschachtelt sind. D.h. die Sprungmarke kann nur vor der Navigation eingebaut werden.

Nikolaus Rosenmayr - 6. Dezember, 17:45

JavaSCript nicht Barriere sondern Hilfe?

Kann nicht der Einsatz von JavaScript sogar eine Hilfe sein, da es unübersichtlich ist, das gesamte Menü vorgelesen zu bekommen? Unter Umständen ist es von Vorteil, das Menü für Menschen mit Sehschwäche kleiner zu halten und dafür ein paar Klicks mehr zu verlangen.

Vorallem muss eines erreicht werden: Möglichst wenig Text soll VOR dem eigentlichen Inhalt vorgelesen werden müssen. Dahinter ist dahinter :)

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